Künstler

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Baidō

siehe Kokunimasa

Hirokage LŒi

(Schaffensperiode: Ansei-Zeit bis Keiō-Zeit); Schule: Utagawa ‰Ìì

Schüler des Hiroshige I. Berühmt sind seine große Serie Edo meisho dōke zukushi und das Triptychon Aomono sakana gunzei dai kassen no zu.

Hiroshige I Ld

(1797-1858); Familienname: Andō ˆÀ“¡; Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ichiyūsai ˆê—HÖ, Ichiryūsai ˆê—§Ö, Ryūsai —§Ö

Schüler von Toyohiro. Er war einer der führenden Künstler der Landschaftsmalerei, stellte aber auch viele humoristische Bilder und Karikaturen her.

Hiroshige III

siehe Utashige

Ikkei ˆêŒi

(Schaffensperiode: Anfang der Meiji-Zeit); Künstlernamen: Keishōsai Œi¸Ö, Shōsai ¸Ö

Nach einer Theorie leitet sich der Name Ikkei von Hirokage ab, der ein Schüler des Hiroshige I war. Er malte viele Genrebilder und meisho-e mit viel Humor.

Kiyochika ´e

(1847-1912); Familienname: Kobayashi ¬—Ñ; Künstlernamen: Hōen-sha •û‰~ŽÉ, Shinseirō ^¶˜O

Repräsentativer Maler von nishiki-e-Karikaturen der Meiji-Zeit. Mit seinen im Selbststudium angeeigneten Fähigkeiten war er in der ersten Phase seines Schaffens als Landschaftsmaler tätig. Als er jedoch im Jahre 1881 bei der Zeitung Marumaru Chinbun zu arbeiten anfing, begann er mit der Karikaturenserie Kiyochika ponchi. Über den Sino-Japanischen (1894/95) und den Russisch-Japanischen Krieg (1904/05) fertigte er die nationalistisch-satirische Serien Hyaku sen hyaku shō an.

Kokunimasa ¬‘­

Baidō ”~“° (Schaffensperiode: ca. Mitte bis Ende der Meiji-Zeit); Künstlernamen: Baidō ”€“°, Ryūkei –öŠ^

Er lernte bei seinem Vater Kunisada III und stellte vor allem humoristische Bilder, Karikaturen und Genrebilder her. Vermutlich identisch mit Kunimasa V.

Kunimasa V

siehe Kokunimasa

Kunimori II ‘·

(Schaffensperiode: 1830-1861); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ippōsai ˆê•óÖ, Ichiryūsai ˆê—´Ö, Ichireisai ˆê—íÖ, Shungyōsai t‹ÅÖ

Schüler des Kunisada I. Seine Stärke waren die humoristischen Bilder, und er fertigte viele Illustrationen für komische Erzählungen in Geschichtenbüchern an.

Kunisada I

siehe Toyokuni II oder III

Kuniteru I ‘‹P

(Schaffensperiode: Bunsei-Zeit bis etwa Ansei-Zeit); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Sadashige ’åd, Gochōtei ŒÜ’±’à, Shinsadatei V’å’à, Dokusuisha “ƐŒŽÉ, Ichiyūsai ˆê—YÖ, Issensai ˆêòÖ, Isshinsai ˆêSÖ

Schüler des Kunisada I. Signierte zuerst mit Sadashige. Er änderte seinen Namen in Kuniteru, als sich Kunisada in Toyokuni umbenannte. Vor allem das Triptychon Kyōkun sangai zu-e ist berühmt. Weiters widmete er einige humoristische Bilder über den Vorfall im 3. Monat des Jahres 1847, als der Edelstein, der als Auge der Statue Enma eingesetzt war, aus dem Tempel Naitō Shinjuku Taisō-ji gestohlen wurde.

Kuniteru II ‘‹P

(1830-1875); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ichiyūsai ˆê—YÖ, Ichiyōsai ˆê—jÖ, Yōsai —jÖ

Schüler des Kunisada I. Er nannte sich selbst Kunitsuna II, aber änderte diesen Namen 1865 in Kuniteru II. Er spielte eine wichtige Rolle bei Bildern der beiden Genres sumō-e und bunmei kaika-e.

Kuniyoshi ‘–F

(1797-1861); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Chōōrō ’©ŸN˜O, Ichiyūsai ˆê—EÖ

Edos führender Künstler von nishiki-e Karikaturen am Ende der Edo-Zeit. Er wurde 1797 in Nihonbashi, Edo, geboren und ging rund 15-jährig bei Toyokuni I in die Lehre. 1827 machte er sich einen Namen mit der musha-e Serie Tsūzoku Suikoden gōketsu hyakuhachi-nin no hitori. Im 6. Monat des Jahres 1842 wurde der Welt der nishiki-e ein schwerer Schlag versetzt, als die Sujets der bijin-ga und yakusha-e verboten wurden. Doch Kuniyoshi gab der Reform eine unerwartete Wendung, indem er Kraft seiner künstlerischen Originalität als Erster ab diesem Zeitpunkt vermehrt humoristische Bilder und Karikaturen anfertigte. Nachdem Kunisada den Namen Toyokuni angenommen und sich damit zum Oberhaupt der Utagawa-Schule gemacht hatte, scheint Kuniyoshi sich nicht mehr dieser Schule zugehörig gefühlt zu haben. Ab Herbst 1855 nahm die Qualität der Pinselführung dieses Künstlers mit dem Beinamen musha-e no Kuniyoshi (Ritterbilder-Kuniyoshi) jedoch aufgrund eines Schlaganfalls im Vergleich zu seinen früheren Werken deutlich ab. Trotz dieser schwierigen Lage gab Kuniyoshi das Malen nicht auf und fertigte bis zu seinem Tod im Alter von 65 Jahren im Jahre 1861 einfache Kompositionen und naive Zeichnungen sowie bemerkenswerte humoristische Bilder und Karikaturen an. Auserdem widmete er sich intensiv der Unterweisung seiner Schüler. Kuniyoshi legte den Grundstein sowohl für den riesigen Erfolg der namazu-e als auch für den nach seinem Tod entstanden Karikaturboom der Boshin sensō-e.

Kyōsai ‹ÅÖ

(1831-1889); Familienname: Kawanabe ‰Í“ç; Künstlernamen: Tōiku Nobuyuki“´ˆè’”V, Chikamaro Žü–›, Kyōsai ‹¶Ö, Shōshōan à́XˆÁ

Im Alter von sieben Jahren studierte er für kurze Zeit unter Kuniyoshi, danach wurde Kanō Dōhaku sein Lehrer. Er malte "verrückte Bilder" in denen er die soziale Lage am Ende der Edo-Zeit kritisierte. Berühmte Serien von ihm sind Kyōsai hyaku zu, humoristische Interpretationen von Sprichwörtern oder Kyōsai rakuga über die Meiji-Zeit.

Sadahide ’åG

(1807-?); Schulen: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Gyokuransai ‹Ê—–Ö, Gountei ŒÜ‰_’à, Gyokuō ‹Ê‰¥

Schüler des Kunisada I. Er nahm die aktuellen Ereignisse seiner Zeit als Thema und malte zum Beispiel viele Yokohama-e oder shōgun jōraku-e.

Sadafusa ’å–[

(Schaffensperiode: Bunsei-Zeit bis ca. Kaei-Zeit); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Gokitei ŒÜ‹T’à, Gofūtei ŒÜ•–’à, Tōchōrō ‰±’±˜O

Schüler des Kunisada I. Er übersiedelte von Edo nach Ōsaka.

Toyokuni II oder III –L‘

, vormals Kunisada ‘’å (1786-1865); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Gototei ŒÜ“n’à, Kōchōrō ’±˜O, Ichiyōsai ˆê—zÖ, Kiō Šì‰¥

Er hat als älterer Schüler gleichzeitig mit Kuniyoshi bei Toyokuni I studiert. Im Jahre 1829 erreichte er als Illustrator der mehrteiligen Parodie Nise Murasaki inaka Genji von Ryūtei Tanehiko große Popularität. 1844 änderte er seinen Namen von Kunisada I auf Toyokuni II. Die Kunsthistoriker gaben ihm später den Namen Toyokuni III, weil es bereits einen Toyokuni II gegeben hatte, den 1837 verstorbenen Toyoshige. Toyokuni war einer der führenden Künstler im Bereich der bijin-ga und yakusha-e. Da er nur wenige humoristische Bilder produzierte, war nach dem Verbot seiner beiden Hauptgenres im Zuge der Tenpō-Reform eine künstlerische Stagnation unvermeidlich. In der späteren Periode fügte er vielen Werken zusätzlich zu seiner Signatur noch den Ausdruck motome ni ōjite (auf Wunsch) als "Haftungsausschluss" bei.

Utashige ‰Ìd

(Hiroshige III Ld); Familienname: Andō ˆÀ“¡; Künstlernamen: Ichiryūsai ˆê—§Ö, Ryūsai —§Ö

Schüler des Hiroshige I. Er stellte unter diesem Namen viele Bilder her, die in die Kategorien Boshin sensō-e und bunmei kaika-e einzuordnen sind, sonst signierte er mit Hiroshige.

Yoshifuji –F“¡

(1828-1878); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ippōsai ˆê–QÖ, Yoshifuji ‚悵“¡

Schüler von Kuniyoshi. Von ihm ist eine Vielzahl von humoristischen Bildern wie ken no e, Yokohama-e, hashika-e, Boshin sensō-e oder bunmei kaika-e erhalten. Seine besondere Stärke waren jedoch die omocha-e, weshalb er auch unter dem Namen omocha-e no Yoshifuji (Kinderbilder-Yoshifuji) bekannt war.

Yoshifusa –F–[

(1837-1860); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlername: Ippōsai ˆê•óÖ

Ein Schüler Kuniyoshis. Aufgrund seines frühen Todes gibt es nicht viele Werke von ihm. Da er nur acht Monate vor seinem Lehrer Kuniyoshi starb, erscheint er auf dem von Yoshiiku gemalten shini-e für Kuniyoshi zusammen mit seinem Lehrer.

Yoshiiku –FŠô

(1833-1904); Familienname: Ochiai —Ž‡; Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ikkeisai ˆêŒbÖ, Ikkunsai ˆêŒOÖ, Chōkarō ’©‰à˜O, Sharakusai Ÿ­—ŽÖ

Um das Jahr 1849 wurde er Schüler des Kuniyoshi. Ab der Ansei-Zeit zeichnete er yakusha-e und bijin-ga. Als Nachfolger seines Lehrers Kuniyoshi nahm er nach dessen Tod eine führende Stelle unter den Malern ein, die Karikaturen und humoristische Bilder über die Ereignisse der damaligen Zeit, wie die Boshin sensō-e und die bunmei kaika-e, malten. Ab 1874 illustrierte er Berichte aus der Zeitung Tōkyō nichinichi shinbun in Form von nishiki-e (shinbun nishiki-e). Ab dem darauf folgenden Jahr gab er seine eigene Zeitung Tōkyō efiri shinbun, und ab dem Jahr 1879 die Kabuki-Zeitschrift Kabuki shinpō heraus. Seine Schüler waren Ikumaru, Ikuei und Ikumasa.

Yoshikazu –Fˆõ

(Schaffensperiode: 1848-1870); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ichijusai ˆêŽõÖ, Issensai ˆêìÖ

Schüler des Kuniyoshi. Er war einer der Wegbereiter der Yokohama-e. Er malte viele humoristische Bilder und Karikaturen und ist vor allem berühmt für seine dōke kyōga.

Yoshimori –F·

(1830-1885); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ikkōsai ˆêŒõÖ, Sakuranbō ÷‚ñ–V

Bereits im Kindesalter wurde er Schüler bei Kuniyoshi und sein groses Können zeigt sich in den musha-e und jiji-e. Er war auch in Bereichen wie shōgun jōraku-e, Suehiro gojūsan tsugi und Yokohama-e tätig.

Yoshimune –F@

(1817-1880); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlername: Isshōsai ˆê¼Ö

Mit 19 Jahren wurde er ein Schüler Kuniyoshis. Danach wurde er jedoch rund zehn Mal von der Kuniyoshi-Schule ausgeschlossen, aber immer wieder aufgenommen. Die Serie shōgun jōraku-e ist eine Gemeinschaftsarbeit.

Yoshitora –FŒÕ

(Schaffensperiode: Mitte der Tenpō-Zeit bis ca. Mitte der Meiji-Zeit); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ichimōsai ˆê–ҍÖ, Mōsai –ҍÖ, Kinchōrō ‹Ñ’©˜O

Als ältester Schüler Kuniyoshis spezialisierte sich Yoshitora auf den musha-e Typus der Karikaturen. Nach Unstimmigkeiten wurde er jedoch aus der Schule ausgeschlossen. Für sein satirisches Bild über Tokugawa Ieyoshi aus dem Jahr 1849 Dōke musha miyo no wakamochi bekam er als Strafe 50 Tage Handschellen. 1868 nahm er auf der "Rangliste der nishiki-e Meister" nach Sadahide den zweiten Platz ein. Viele humoristische Bilder und Karikaturen wie zum Beispiel ken no e, Yokohama-e, Chōshū seibatsu-e oder bunmei kaika-e sind erhalten. In der Meiji-Zeit war er auch als Zeitungsjournalist tätig.

Yoshitoshi –F”N

(1839-1892); Familienname: Tsukioka ŒŽ‰ª; Künstlernamen: Gyokuōrō ‹ÊŸN˜O, Ikkaisai ˆêŠ@Ö, Taiso ‘å‘h, Sokatei ™ð‰Ø’à

1850 wurde er ein Schüler Kuniyoshis. Am Ende der Edo-Zeit widmete er sich in seinen Werken intensiv historischen Begebenheiten und auch Ereignissen der damaligen Zeit. In der Meiji-Zeit veröffentlichte er Illustrationen nach Berichten in den Zeitungen Nishiki-e shinbun und Efiri jiyū shinbun (shinbun nishiki-e). Es sind auch humoristische Bilderserien wie Tōkyō kaika kyōga meisho und Kigen kurabe erhalten.

Yoshitoyo –F–L

(1830-1866); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlername: Ichiryūsai ˆê—´Ö

Zuerst war er ein Schüler des Kunisada I, aber als Kunisada seinen Namen in Toyokuni II änderte, wechselte er zu Kuniyoshi. Dieser gab ihm angeblich mit Absicht den Namen Yoshitoyo, womit er ausdrücken wollte, dass (Kuni)yoshi über Toyo(kuni) stünde. Neben musha-e malte er auch hashika-e, Yokohama-e and misemono-e.

Yoshitsuya –F‰

(1822-1866); Schule: Utagawa ‰Ìì; Künstlernamen: Ichieisai ˆê‰hÖ, Ichieisai ˆê‰pÖ

Mit 15 Jahren wurde er Schüler von Kuniyoshi. Er malte viele musha-e und Entwürfe für Tätowierungen. Viele seiner Karikaturen sind von den musha-e des Kuniyoshi beeinflusst.